Posing…!

Ah… Fotos… sie sind ein Fluch und Segen zugleich, vor allem für diejenigen von uns, die leider nicht auf jedem Bild hinreißend fotogen abgebildet sind.

Simon Doonan (Writer/Bon Vivant) meint dazu “We live in an age where photo documentation is not just part of life, it is life. Any and all social gatherings are relentlessly filmed and YouTubed and snapped and Facebooked to the point where people do not even feel they exist unless somebody is lensing the moment. Why are we doing this to ourselves? Cameras are not our friends. Photographs are brutal and unkind.”

Im Idealfall kann man mit Make-Up oder Puder, Beleuchtung, Kleidung und Bestechung des Fotografen viel bewirken. Doch was soll man tun, wenn man genau 2 Sekunden hat, um optisch das Beste aus sich herauszuholen?

Tip 1: THURSDAY. Wer jederzeit sein „signature smile“ hervorzaubern kann, hat Glück. Sonst steht man vor der Wahl: Grinsekatze oder geheimnisvolle Diva? Irving Penn, einer der berühmtesten Modefotografen, soll angeblich seinen Models aufgetragen haben, das Wort “Thursday” zu flüstern, kurz bevor er auf den Auslöser drückte. „Thursday“ war sein “cheese“, denn das Wort macht glamouröse Lippen und lässt mit einem natürlichen, dezenten Lächeln enden. Mir gefällt auch „Oh, it’s a Feh“, natürlich „fhei“ ausgesprochen!

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Tip 2: CHIN ON THE LEDGE. Kate Moss wiederum soll man beim Ausplaudern eines anderen Posen-Geheimnisses belauscht haben können. Auch wer ihre Wangenknochenstruktur und Kinnlinie nicht teilt, kann von Kates Tipp profitieren. Ein längerer Hals, ein definierteres Kinn und interessantere Schatten bekommt man, wenn man sein Kinn auf eine unsichtbare Kante auflegt. Wer mit dieser Beschreibung nichts anfangen kann, soll einfach so tun, als ob er besser hören möchte oder etwas Gutes riecht. Aufpassen muss man dabei nur, wenn das Foto zu sehr im Profil geschossen wird.

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3. DISTANZ: Außer wenn die Kamera ein ziemliches Stück entfernt ist, gilt das einfache Prinzip: was im Bildvordergrund ist, wirkt größer. Daher lieber nicht behaglich zurücklehnen oder den Oberkörper in die Linse strecken – Schrumpfkopf oder Wasserkopf sind die Folge. Am besten ALLE KÖRPERTEILE IN der GLEICHEN ENTFERNUNG zur Kamera halten (dabei aber Punkt 6 beachten).

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Kommen nur mir Fuß und Kopf proportional eine Spur zu groß vor?

4. FUSSPOSITION: Nervosität zeigt sich oft in den Füßen, die eingerollt oder der Kamera entgegengestreckt werden. Ersteres ist unschön, zweites macht den Eindruck, als ob man Schuhgröße 48 hätte. Mindestens. Abgesehen davon verdecken die Schuhsohlen den Großteil des Bildes. Am besten ist eine PARALLELE bis LEICHT V-FÖRMIGE FUSSPOSITION mit ZUM BODEN schauenden Sohlen. Und natürlich sollte man immer passende und geputzte Schuhe anhaben, denn im Blitzlicht zeigt sich jeder Makel!

5. BEINPOSITION: a) Stehend: bis auf wenige Ausnahmen ist MINDESTENS EIN GESTRECKTES KNIE besser als zwei gebeugte – auch wenn man der/die Größte im Bild ist. b) Sitzend empfiehlt sich ein ladylikes „KNEES (& ANKELS) TOGETHER“, möglichst seitlich verdreht. Und Vorsicht: Sitzen macht Röcke kürzer!

6. SCHULTERN & BECKEN: Frontal ist man am breitesten. Wer sich nicht als Bouncer bewirbt, dem ist ein leichtes ZUR SEITE DREHEN des Schuler- und Beckengürtels zu empfehlen.

7. KURVEN & KONTUREN ZEIGEN: anliegende Arme machen nicht nur breite Oberarme, sondern verbergen auch die Taille. Daher ist es vor allem für Damen ratsam, immer einen KLEINEN LEERRAUM zwischen Ellbogen und Taille zu halten. Eine Hand kann in der Hüftbeuge ruhen oder man hält Fächer, Drink oder Zigarette in dieser Höhe.

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(8. GRUPPENPOSITION: Was bei Fotos von Gruppen recht schnell zu bewerkstelligen ist, ist sich farblich und größenmäßig so hinzustellen, dass man am besten zur Geltung kommt. Also bunte Damen zwischen schwarz/weiße Herren usw.)

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