History repeats itself – 80s go 40s

„Aber wie erkennst du das?“ – werde ich oft gefragt, wenn ich einen vermuteten Schatz aus der originalen Swing-Ära mit einem schnellen Blick (oder manchmal nach gründlicher Untersuchung) in die 80er Jahre datiere. Die 80er waren nämlich nicht nur für oversized Blazer, Leggings, Neonfarben, Stulpen und Minikleider berühmt, sondern auch für die Rückkehr der Femme fatale und damenhafterer Mode. Es gab sehr viele Elemente der 40er Jahre, die von Modemachern wieder aufgegriffen wurden. Dazu gehören Puff- und Fledermausärmel, Wickelteile, Schulterpölster, Schößchen, Raffungen, Betonung der natürlichen Taille (die in den 70ern etwas weiter oben war), Taillengürtel und Pailletten … aber alles war eben doch ein wenig anders. (Mehr Infos zu den Silhouetten der Swingjahre hier)

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Hier einige Vergleichs-Beispiele, der Einfachheit halber ausschließlich mit Schnittmustern demonstriert, die sehr stark stilisiert, dafür aber recht einheitlich gehalten sind (detaillierte Bildbeschreibungen bekommt man, wenn man die einzelnen Bilder anklickt).

Wickelkleider waren besonders beliebt …

… und hatten dank Diane von Fürstenbergs ikonischem Wrap Dress (1974 kreiert) glühende Anhängerinnen, sowohl klassisch

als auch mit überlappender geknöpfter Vorderkante:

Elemente wie das Schößchen kehrten wieder:

Auch Raffungen erlebten ein Comeback:

Das Hemdblusenkleid war in vielen Dekaden „in“, jedoch stark verändert:

Ideen für besonders feminine Ausschnitte wurden aufgegriffen:

Schlichte Eleganz war genauso zu finden…

…wie opulente Rüschen:

Selbst bei weiten, gerade geschnittenen Oberteilen ist die Silhouette der 40er wesentlich schmaler und fallen die Details liebevoller aus:

Was für Kleider gilt, trifft auch auf Blusen zu:

Auch bei den Hosen gab es Parallelen, wobei ich persönlich eher ein Fan der weiteren 30er Hosen bin. Viele 40er Hosen waren femininer mit Knopfleisten oder Reißverschlüssen an der Seite statt der maskulin anmutenden 80er Hosen mit Reißverschluss vorne in der Mitte. Außerdem waren der Schritt in den 40ern bei Hosen tiefer und die Oberschenkel etwas weiter:

und vergleichsweise dazu:

Übrigens: Nicht nur die 40er hatten in den 80ern ein großes Revival, auch die 30er (lange schmale Röcke und Rockteile im Bias-Cut, blusig lange Oberteile) und die 50er (Mieder) können gefunden werden:

Obwohl ich kein großer Fan der 80er Mode bin, kann man schöne und zum Swingtanzen passende Stücke aus den 70/80ern finden und sind einige Vorteile nicht von der Hand zu weisen. Da generell weiter geschnitten, passen die Sachen lockerer und bequemer, was vor allem für fülligere Frauen gut ist. Aus dem gleichen Grund sehen sie nicht so elegant oder feminin aus wie Kleider aus den 40ern. Und es gibt ein größeres Angebot, was sich in einem günstigeren Preis zeigen kann (nicht muss!), denn Kleider aus den 40ern sind mittlerweile recht vergriffen. Weiters sind die um vierzig Jahre jüngeren Kleider aus den 80ern zumeist in besserem Zustand. Für echte Vintage Liebhaber und Swingkids mögen das zwar Argumente, aber noch lange keine Gründe sein, nicht die 40er Mode vorzuziehen!

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2 Gedanken zu “History repeats itself – 80s go 40s

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