Schnelle Tricks für den Vintage-Touch

Worüber einige gar nicht mehr nachdenken müssen, bereitet anderen Kopfzerbrechen: wie schafft man es, einen gewissen Hauch von Vintage ohne großartiges Stylen und stundenlanges sich Herrichten zu verbreiten?

Hier ein paar Tricks:

#1: Sauber gezogener Seitenscheitel über dem Knick oder höchstem Punkt einer Augenbraue. Die Haare auf der Seite des Scheitels zurückstecken (z.B. mit einem Steckkamm. Tipp: aus teurerem Material halten diese länger und rutschen weniger. Oder zwei Haarspangen übereinander gekreuzt befestigen und unter Haarschmuck verbergen).

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#2: Keine fransigen Stirnfransen oder/und geglättetes gestuftes Haar. Die Stirnfransen mit Pomade seitlich hochziehen und in die Deckhaare einfügen. Die restlichen Haare hochstecken oder die Haarenden mit einer kleinen Lockenschere (Hitzespray nicht vergessen) eindrehen.

Brief Allianz Juni   Brief Allianz Juni 2.jpeg

#3: Augenbraunen betonen! Die Dekaden der „au nature“ Brauen sind allgemein vorbei, sodass man im Alltag wieder relativ oft „klassische“ Brauen zu sehen bekommt. Neben gerader und runder ist eine neutrale aber sehr schöne Form die mit 2/3 Knick und auslaufendem schmalen Ende. Der Knick liegt auf der Verlängerung Nasenflügel-Pupille, die Braue endet auf der Verlängerung Nasenflügel-Augenwinkel. Braune Augenbrauenstifte sind weniger hart als schwarze, z.B. sehr günstig von der Marke essence mit Bürstchen auf der Kappe. Wimperntusche macht ebenfalls ausdrucksstarke Augen. Mein Lieblingsprodukt ist die Wiener La Bella Nussy aus dem Jahr 1936. Sie ist wasserfest, härtet die Wimpern nicht (sodass sie abbrechen können) und duftet nach Zimt.

#4: Lippen betonen – die perfekt geschminkten Lippen (und wie sie so bleiben) sind Gegenstand zahlreicher Diskussionen und Tutorials. Wem das zu viel Aufwand oder ein zu angemalter Look ist, sei rotes Lipgloss empfohlen (z.B. dezent „burgundy“ von Terra Natrium oder etwas kräftiger „kiss me“ von Benecos, beide Biokosmetik), da die Lippen nicht matt geschminkt sein sollten.

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#5: Silhouette – zum Thema gibt es bereits mehrere Blogs wie z.B. diesen und diesen. In einem Satz zusammengefasst wäre das Wichtigste: Kleidungsstücke auf der natürlichen Taille und das Knie bedeckend tragen.

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#6: Farben, Muster, Materialien – Baumwolle, Wolle, Leinen und Viskose (Rayon) fallen schöner und sind fühlen sich angenehmer an. Muster sind eine Wissenschaft für sich, daher seien anfangs einfärbige Stoffe empfohlen. Achtung bei Tupfen (siehe hier).

#7: Accessorize, accessorize! Gürtel, Handtaschen, Ohrklips, Hüte, Haarschmuck, Broschen, besondere Knöpfe, Schals und Sonnenbrillen – egal ob true vintage, Repro und knock-off Flohmarktfund. Jede Dekade hatte ihre Lieblinge, sei es Strass in den 20ern oder Bakelit und Holz in den 40ern. Mit recht einfachen Mitteln kann so ein schlichtes Outfit aufgepeppt und verändert werden. Außerdem: je mehr Accessoires man hat, mit umso weniger Kleidung kommt man aus.

#8: Schu-juhu-e! Es ist wirklich schade, wie oft die falschen Schuhe einen Look oder ein Outfit brechen. Auch hier sollte die Form ausschlaggebend sein. Im Sommer passen Espadrilles, Ballerinas oder Guaraches perfekt zum Sommerlook, im Winter kann man problemlos klassische Stiefeletten finden. Dass jede Tänzerin früher oder später zumindest ein Paar schöne, passende und bequeme Tanzschuhe besitzen sollte, versteht sich von selbst.

#9: Attitude & Haltung:  Die Kleidung der 30/40/50er Jahre veranlasste, dass sich ihre Trägerin auf ganz bestimmte Art und Weise bewegte. Wer Röcke, Schuhe mit Absätzen, eine betonte Taille, etc. trägt sollte sich nicht so bewegen wie im Freizeit-Outdoorlook. Kinn hoch, Schulterblätter zusammen, Zehenspitzen nach außen. Mehr dazu hier.

Dita
Scheitel & Haare? Check. Lippen? Check. Natürliche Taille und Rocklänge? Check. Accessoires? Handtasche & Brille check. Schuhe? Check. Gang & Attitude? Check!!!

#10: die absoluten No-nos! Keine blickdichten schwarzen Strumpfhosen, keine Dusch-Dutts, keine Leggings oder Stretchjeans, keine Turnschuhe (außer Keds-style Klassikern), keine Neonfarben, keine hellen Schuhe zu dunklen Strümpfen, …

 

Bilder aus: Lauren Rennells „Vintage Hairstyling“  sowie „Retro Make-Up“, The Pink Bungaloo und Wundersame Vintage

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